Glückwünsche mit duftendem Brot von der Eselsmühle

Deckers Biohof feiert 50 Jahre biodynamischen Anbau

v.l.n.r.: Hubert Mussler, Helga Decker und Sohn Christoph Decker

v.l.n.r.: Hubert Mussler, Helga Decker und Sohn Christoph Decker

Eine duftende 50 von der Eselsmühle für 50 Jahre biodynamischen Anbau auf Deckers Biohof

Eine duftende 50 von der Eselsmühle zum Jubliäum, überreicht an Familie Decker und Hubert Mussler für ein halbes Jahrhundert biodynamischen Anbau auf Deckers Biohof, v.l.n.r.: Leonie Decker, Helga Decker, Christoph Reiber, Christoph Decker, Hubert Mussler

„Wir sind sehr glücklich, dass sich so viele Menschen für Deckers Biohof und seine Geschichte interessieren,“ blickt Familie Decker zufrieden auf das besondere Hoffest im Sommer 2023 zurück.

Eine duftende 50 von der Eselsmühle für 50 Jahre biodynamischen Anbau auf Deckers Biohof

v.l.n.r.: Leonie Decker, Helga Decker, Christoph Reiber, Christoph Decker, Hubert Mussler

Trotz hoher Temperaturen kamen rund 2.000 Besucher:innen nach Bühl-Weitenung. Das Highlight war das Jubiläum „50 Jahre Demeter-Anbau“ in der Region. Dr. Christoph Reiber vom Landesverband Baden-Württemberg reiste an, um zu gratulieren und überreichte an Familie Decker und Hubert Mussler für ein halbes Jahrhundert biodynamischen Anbau auf Deckers Biohof eine duftende Brot-50, gebacken von der Demeter-Bäckerei Eselsmühle.

Demeter-Gartenrundbrief

Gut beraten: Sonja Jürschik empfiehlt den Demeter-Gartenrundbrief

Vom Demeter-Landesverband gab es außerdem für die Besucher:innen einen Info-Stand rund um die regionale Demeter-Fördermitgliedschaft und Gratis-Exemplare des Demeter-Gartenrundbriefes, den es als Abo in einer Print- oder auch in einer Online-Version gibt. Darin enthalten u.a. wertvolle saisonale Tipps für den Haus- oder Balkongarten.

Viele Besucher:innen waren berührt von den Erzählungen eines weiteren Ehrengastes: Hubert Mussler, der Gründer der Demeter-Gärtnerei, lud ein zu einer Zeitreise, zu den Anfängen des biodynamischen Anbaus, die er als einer der Pioniere mitgestaltet hatte. Nüchtern erinnerte er sich an seinen Einsatz in der Region Mittelbaden für den biodynamischen Anbau: „Damals war es nicht einfach, die Menschen von Bio zu überzeugen. Den Impuls, auf ökologischen Anbau umzustellen, gab mir eine Lehrerin aus dem Ort, die nach biologischen Produkten fragte, um ihrer kranken Mutter eine gesundere Ernährung zu ermöglichen,“ erzählte er. Informationen zur Umstellung auf ökologische Landwirtschaft gab es damals wenig. Hubert Mussler schloss sich der Arbeitsgemeinschaft für biologische und dynamische Wirtschaftsweise in Offenburg an und starte 1970 mit dem Prozess der Umstellung. 1973 bekam der Landwirt die Demeter-Zertifizierung und verkaufte die ersten Produkte. Im Rahmen seiner Rede erläuterte er mithilfe einer Skizze, was für die Erde beim Anbau von Obst und Gemüse wichtig ist.

Hubert Mussler, der Gründer der Demeter-Gärtnerei lud ein zu einer Zeitreise, zu den Anfängen des biodynamischen Anbaus, die er als einer der Pioniere mitgestaltet hatte.

Hubert Mussler beim Vortrag über die biodynamische Anbauweise, lebendiges Gemüse sowie Klima- und Bodenschutz.

Hinter die Kulissen des Hofes und des Demeter Anbaus ließ Gärtnermeister Christoph Decker bei seinen Hofführungen blicken. Das neue Hanf-Feld neben der Gärtnerei weckte große Aufmerksamkeit - mehr unter Deckers Biohof.

Gärtnermeister Christoph Decker (links im Bild) und Pionier Hubert Mussler (rechts im Bild) auf Deckers Biohof

Gärtnermeister Christoph Decker (links im Bild) und Pionier Hubert Mussler (rechts im Bild) auf den Feldern von Deckers Biohof.

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Kulturregion Oberrhein