Unsere Kulturregionen

Demeter-Landwirt*innen engagieren sich ehrenamtlich in Regionalgruppen, sie sind für Berufskolleg*innen als Vertrauenspersonen ansprechbar, sie vertreten ihre Anliegen im Landesvorstand oder als Delegierte im Bundesverband.

Für Verbraucher*innen sind in 13 Demeter-Kulturregionen Baden-Württembergs vor Ort Bauernhöfe, Gärtnereien, Weinbau, Hofläden und Ferienwohnungen sichtbar. So wird die biologisch-dynamische Gemeinschaft von Erzeuger*innen, Verarbeiter*innen, Gastronomie und Handel transparent.

Kulturregion Ostalb

Foto: Vinzent Weinbeer

Die Vielfalt der Landschaft hier auf der Ostalb prägt die Arbeit von uns biodynamischen Bäuerinnen und Bauern: Entlang der vielen typischen Steilhänge überwiegen Grünland und Milchwirtschaft. Die Ebenen eignen sich für Ackerbau und Gemüsebau. Entgegen des Trends in der Landwirtschaft bewegen sich unsere Betriebe weg von der Spezialisierung, hin zu mehr Vielfalt. Statt drei oder vier Kulturen bauen wir je Hof wieder bis zu zwölf verschiedene an. So haben in den vergangenen Jahren Zuckerrüben, Sonnenblumen, Raps, Linsen, Leindotter, Buchweizen, Ackerbohnen, Erbsen und auch Emmer und Einkorn zurück auf unsere Felder gefunden. 

Trotz aller Vielfalt haben unserer Höfe vieles gemein: Auf der Ostalb arbeiten echte Familienbetriebe. Viele unserer Bäuerinnen und Bauern engagieren sich sozial und sind stark in der Verarbeitung der eigenen Produkte, etwa von Milch zu Joghurt und Käse. Die biodynamische Landwirtschaft hat auf der Ostalb eine lange Tradition.  Viele Höfe betreiben seit mehr als drei Jahrzehnten biodynamische Landwirtschaft. Mit dem Talhof aus Heidenheim kommt einer der ältesten Demeter-Höfe überhaupt aus unserer Region. 

So ist hier eine starke Gemeinschaft entstanden, deren Mitglieder sich gegenseitig wahrnehmen, unterstützen und weiterentwickeln. Wir treffen uns monatlich und im Sommer sogar alle 14 Tage auf verschiedenen Betrieben zum Erfahrungsaustausch, zur Weiterbildung und zu Gesprächen über die Betriebsentwicklung. Der Demeter Beratung e. V. unterstützt uns dabei.

Unser Leitbild ist der individuelle, weitgehend autarke Betriebsorganismus, vernetzt mit dem Umfeld, mit vitalen Böden, Pflanzen und Tieren. Wesentliche Hilfsmittel sind dabei unsere biodynamischen, homöopathischen Boden- und Pflanzen-Präparate, die wir in der Gruppe selbst herstellen. 

Wir legen Wert auf wesensgemäße Tierhaltung. Dazu gehört, dass einige unserer Betriebe Kälber bei den Mutterkühen oder Ammen aufziehen und als ausgewachsene Rinder selbst mästen. Da die meisten Demeter-Kühe auf der Ostalb zur Zweinutzungsrasse des Fleckviehs gehören, können wir mit ihnen sowohl Milch als auch Fleisch erzeugen. Damit das funktioniert, arbeiten Milchviehbetriebe, die die Kälber haben, und ackerbaubetonte Betriebe, die das nötige Futter haben, eng zusammen. Die Molkerei Schrozberg verarbeitet diese Milch dann zu hochwertigen Produkten weiter.

Wir setzen uns für biodynamisches Saatgut oder eigene Saatgutvermehrung ein, etwa bei Getreide oder Pflanzkartoffeln. Denn wir möchten die Demeter-Anbaukette – vom Saatgut bis zur Ladentheke – möglichst lang halten. Zu unserer Vorstellung von ganzheitlicher Betriebsführung gehört auch, dass Betriebe viel Wert auf Nachhaltigkeit legen: Wir investieren in erneuerbare Energien und sparen Ressourcen, wo immer es geht.

Zur Förderung der Artenvielfalt werden Hecken und Blühstreifen angelegt, Kleinbiotope gepflegt, Zwischenfrüchte gesät und wertvolle Beikräuter respektiert. Im Grünland lassen manche Betriebe bei der Mahd einzelne Streifen stehen, so können sich Wiesen aus den Samen derer Blüten selbst regenerieren.   Und wir bewirtschaften auch eher schwierige Flächen wie kleine Parzellen oder Hanglagen und sichern somit den Landschaftsschutz. 

Bei uns steht eben nicht die Betriebswirtschaft an erster Stelle sondern Landwirtschaftskultur und Betriebsorganismus. 

Hofportraits

Ansprechpartner*innen Demeter-Beratung

Erhard Gapp

Erhard Gapp
Ackerbau, Betriebswirtschaft
erhard [ / dot \ ] gapp[ / at \ ]demeter-beratung [ / dot \ ] de

Kontakt in die Region

Dr. Bettina Egle

Walter Badmann, Delegierter

[Kontaktformular]

Christian Richter

Christian Richter
Delegierter für Gärtner*innen
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