Herzlich willkommen bei Demeter in Baden-Württemberg

Herzlich willkommen bei Demeter in Baden-Württemberg

Biodynamisch, bäuerlich, innovativ

Lebendige Böden, wesensgemäß gehaltene Tiere, dynamische Betriebskreisläufe, menschenzentriertes Wirtschaften, Nachhaltigkeit und Innovation: das sind die Merkmale der biologisch-dynamischen Demeter-Landwirtschaft. Als starke Gemeinschaft arbeiten wir in Baden-Württemberg daran, dass eine gesunde Erde das trägt, wovon wir Menschen leben können. Heute und in Zukunft. Mit allen Kräften.

Die biodynamische Landwirtschaft ist die älteste Form der ökologischen Landbewirtschaftung. Rudolf Steiner entwickelte die Grundlagen, als er 1924 seine landwirtschaftlichen Vorträge hielt. Seitdem ist es den biodynamisch arbeitenden Pionier*innen gelungen, Demeter als zukunftsfähige Anbauweise weiterzuentwickeln. So gilt die biodynamische Bewirtschaftung als die nachhaltigste Form der Landwirtschaft. Die Prinzipien für Tierhaltung, Gemüseanbau oder Ackerwirtschaft gehen nicht nur weit über die gängigen EU-Bio-Standards hinaus, sie sind auch besser für die Böden unserer Erde. Biodynamisch arbeitende Landwirt*innen verwenden etwa feinstofflich wirkende Präparate aus Mist, Heilpflanzen und Mineralien. Diese erhöhen die Bodenfruchtbarkeit und garantieren natürliche Lebensmittel. Auch die Humusschicht wächst so kontinuierlich. Das hilft nicht nur dem Bodenleben sondern auch gegen den Klimawandel, weil im Humus große Mengen Kohlendioxid gebunden werden.

Mehr Biologisch-dynamisches und über die konsequenten Demeter-Richtlinien erfahren Sie auf den Seiten des Bundesverbandes: demeter.de


Baden-Württemberg – Demeter seit 60 Jahren

Demeter ist auf allen Ebenen eine starke Gemeinschaft: International in mehr als 50 Ländern, in Deutschland und in der Region. Hier im Ländle wirtschaften 550 Höfe, die Demeter zertifiziert sind, auf 27.000 Hektar. Und das in einer Gemeinschaft, die seit 60 Jahren zusammenhält. 1960 vereinigten sich die ersten biodynamischen Arbeitsgemeinschaften zu einem Landesverband.

Heute ist Demeter Baden-Württemberg nicht nur der größte biodynamische Landesverband in Deutschland sondern spiegelt auch die ganze Vielfalt biodynamischer Landwirtschaft wider: Landwirtschaftliche Betriebe arbeiten zwischen Freiburg und Ulm, Wertheim und Konstanz genauso biodynamisch wie zahlreiche Gartenbaubetriebe, Imkereien sowie Obst-und Weinbaubetriebe. Hinzu kommen 500 Hobbygärtner*innen und Fördermitglieder. Während ein starkes Ehrenamt im Vorstand der Landesarbeitsgemeinschaft unsere Arbeit prägt, versteht sich die Geschäftsstelle in Leinfelden-Echterdingen als moderner Dienstleister für die Anliegen der Mitglieder. Dort arbeitet ein vielfältiges Team und bietet ein breites Angebot, um die Landwirt*innen bei allen Anliegen, die über die unmittelbare landwirtschaftliche Arbeit hinausgehen, zu unterstützen. Im Demeter-Gartenrundbrief und bei den regelmäßigen Treffen der Demeter Gartengruppen erfahren Neulinge, Hobbygärtner*innen und Interessierte mehr über das biologisch-dynamische Gärtnern.

Neben der Landesgeschäftsführung organisieren zahlreiche Arbeitsgemeinschaften das Miteinander der Demeter-Betriebe in den verschiedenen Regionen des Landes. Hier kommen Landwirt*innen vor Ort zusammen, um sich fachlich auszutauschen, die Wirkungs- und Arbeitsweisen anderer Betriebe kennen zu lernen, die Grundlagen des Biodynamischen zu diskutieren und weiter zu entwickeln und ihre Interessen selbst in die Hand zu nehmen. Hier geben sich Landwirt*innen gegenseitig Impulse, um in Bewegung zu bleiben - und durch stetige Erneuerung zu zeigen, wie moderne und nachhaltige Landwirtschaft aussieht. Unsere Landwirt*innen suchen beispielsweise gemeinsam nach neuen Arten der Betriebszertifizierung jenseits von sturer Kontrolle – durch kollegiale und gegenseitige Anerkennung. Sie denken das System der Milcherzeugung neu, indem sie die Kälber wieder als festen Bestandteil des Betriebsorganismus betrachten und so deren Vermarktung voranbringen. Und sie glauben, dass Ausbildung mehr als nur eine Anleitung nach Rezept sein sollte, sondern die Befähigungm selbst Wege für eine nachhaltige Landbewirtschaftung zu entwickeln. So leben in unserer Gemeinschaft Innovation, Tradition und Miteinander. 


Demeter-Pioniere in Baden-Württemberg

Schon in den ersten Jahren nach dem Landwirtschaftlichen Kurs von Rudolf Steiner entwickelte sich die biologisch-dynamische Arbeit in Baden-Württemberg. Seit 1929 wird auf dem Talhof in Heidenheim (www.talhof-hdh.de) dank dem Industriellen Hanns Voith biologisch–dynamisch gewirtschaftet. Der Talhof ist damit der drittälteste Demeter-Betrieb der Welt. 1932 folgte das Hofgut Rengoldshausen in Überlingen (www.rengo.de)

Demeter Pioniere

Nach dem Zweiten Weltkrieg bauten Pionier*innen aus Stuttgart bundesweit die biodynamische Wirtschaftsweise neu auf: Dr. Hans und Elvira Heinze gründeten die Geschäftsstelle des Forschungsrings. Sie reisten durchs Land, suchten Mitarbeiter*innen und Höfe auf, die die Demeter-Idee weiterverfolgt hatten oder nach 1945 wieder aufnehmen wollten. Durch Kurse und Vorträge an der Bauernschule Hohenlohe in Weckelweiler bei Kirchberg/Jagst wurde die biodynamische Wirtschaftsweise weiterverbreitet. 1959 schrieb Krafft von Heynitz den ersten biologisch-dynamischen Gartenrundbrief für baden-württembergische Gartengruppen-Mitglieder. Den weiteren Aufbau im Land organisierten Bauernhelfer.

Schauen Sie hierzu das Video „Bio-Pioniere erzählen – sechs Leben für die Zukunft“: