Neuer Demeter Landesvorstand

Neuer Demeter Landesvorstand

Landwirt*innen fordern engagiertes Miteinander

Der zweitgrößte ökologische Anbauverband in Baden-Württemberg, Demeter, befindet sich in Bewegung. Weil die Demeter-Gemeinschaft ihre Anliegen auch in die Gesellschaft trägt, hat sie im vergangenen Jahr viel angestoßen. So führte unter anderem das Engagement des Demeter Landesverbandes für eine praxisgerechte Umsetzung des Volksbegehrens Artenschutz – „Rettet die Bienen“ zu konkreten Fortschritten für die nachhaltige, ökologische Landwirtschaft. Diese Erfolge gilt es in diesem Jahr zu festigen. Dafür benötigen die Demeter-Landwirte*innen auch die Sensibilisierung qualitätsbewusster Konsument*innen – und schaffen entsprechende Angebote. Mit ihrer Kaufentscheidung können Verbraucher*innen nun zum Beispiel Kalbfleisch von den Initiativen „Bruderkalb“ (Völkleswaldhof, Hohenlohe) oder „Kuh plus Kalb“ (Heumilch-Bauern, Schwarzwald) kaufen. Damit unterstützen Konsument*innen aktiv Tierwohl und nachhaltige Landwirtschaft in der Region. Außerdem setzt sich der neue Demeter Landesvorstand verstärkt für die Ausbildung von jungen Menschen in der biodynamischen Wirtschaftsweise ein.

Der neue, sechsköpfige Vorstand, den die Mitglieder der Demeter Landesarbeitsgemeinschaft gewählt haben, spiegelt die Vielfalt der biodynamischen Gemeinschaft wider und ist fachlich, regional und demographisch so breit aufgestellt wie nie zuvor. Die Mitglieder wählten diese Vertreter*innen:

Johannes Bentele, Obst- und Hopfenbauer, Tettnang

Peter Berg, Gärtner, südlicher Oberrhein

Anja Frey, Landwirtin, Hohenlohe

Tim Kiesler, Geschäftsführender Vorstand

Johannes Schabel, Landwirt, Ostalb

Ulrike Schmid, Landwirtin Bündnis Bodensee

Der größte Demeter Landesverband ist in den vergangenen Jahren auf 544 biodynamische Betriebe gewachsen, die etwa 25000 Hektar Land in Baden-Württemberg bewirtschaften. Insbesondere die Sonderkulturbetriebe, die in einigen Regionen wie etwa am Bodensee das Gesicht der Demeter-Gemeinschaft prägen, waren in strategischen Gremien aber bisher unterrepräsentiert. Mit Johannes Bentele, Obst -und Hopfenbauer vom Bodensee, sind sie nun bestens im Vorstand vertreten. Peter Berg, Gärtnerei Berg im Markgräflerland, bekannt als Gartenexperte in der SWR-Sendung „Kaffee oder Tee“, vertritt nicht nur die Demeter-Gärtner*innen, er will auch deutlich machen, dass Demeter-Betriebe seit Jahrzehnten schon so arbeiten, wie es heutzutage viele Verbraucher*innen von der Landwirtschaft fordern. Peter Bergs Motto: „Wir sind nicht die Ewiggestrigen, sondern die Ersten von morgen“. Johannes Schabel, Junglandwirt des Oberen Stollenhofs, Region Ostalb, setzt sich für den Weidegang auf Milchviehbetrieben ein, sowie für muttergebundene Kälber-Aufzucht.

Die drei Neuvorstände übernehmen die Plätze von Alexander Thierfelder, Elmar Blanc und Martin Schäfer, die nach jahrelangem, wertvollem Engagement für die biodynamische Gemeinschaft aus ihren Ämtern schieden.

In ihren Ämtern bestätigt wurden die Demeter-Landwirtinnen Anja Frey vom Völkleswaldhof, Oberrot (Hohenlohe) und Ulrike Schmid, von der Hofgemeinschaft Heggelbach (Bodensee) sowie der geschäftsführende Vorstand Tim Kiesler. Anja Frey engagiert sich nicht nur schon seit sechs Jahren für Demeter im Ländle, sie setzt sich auch durch ihre Initiative „Bruderkalb“ für eine Landwirtschaft ein, die über den herkömmlichen Tierwohl-Begriff hinausreicht. Ulrike Schmid leistet seit elf Jahren Vorstandsarbeit, ihr Demeter-Betrieb treibt die Energiewende voran, dort läuft das Forschungsprojekt „Agrophotovoltaik“. Tim Kiesler leitet als geschäftsführender Vorstand seit zwei Jahren die Landesgeschäftsstelle. Er hat dort in den vergangenen Jahren einen ambitionierten Reformkurs aufgesetzt.

PDF icon Pressemitteilung: Neuer Demeter Landesvorstand in Baden-Württemberg