Jahresbericht 2019

Jahresbericht 2019

Demeter Baden-Württemberg

Jippieh- es gibt sie noch, die guten Nachrichten! Unser Jahresbericht ist fertig und nun auch hier online abrufbar!

Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden!“ Hermann Hesse hat diese Worte in unserem Gründungsjahr 1960 in einem Brief niedergeschrieben. Zum 60. Jubiläum von Demeter Baden-Württemberg, das wir in diesem Jahr feiern, lesen sie sich aktueller denn je.


Mit dem „Volksbegehren Artenschutz“ mussten wir erst Unmögliches versuchen, um das dringend Notwendige möglich zu machen. Innerhalb eines Jahres haben wir im Ländle einen Gesetzentwurf zur Förderung von Bauern und Biodiversität auf den Weg gebracht, der sowohl von der Landesregierung als auch von allen wichtigen Branchenverbänden getragen wird. So haben wir auch aus dem Konflikt zwischen Umweltschutz, Landwirtschaft und Gesellschaft, der sich an vielen Stellen zuspitzt, ein Stück weit die Spannung genommen.


Um in Zukunft in dieser angespannten Gemengelage als Verband beweglich zu bleiben, werden schlanke aber professionelle Strukturen, Innovation und  landwirtschaftliche Praxisnähe immer wichtiger. Unsere Mitglieder haben das erkannt und den Auftrag erteilt, die Demeter Beratung in Baden-Württemberg aufzubauen und zu entwickeln. Das haben wir 2019 erreicht: Eine krisenfeste Beratung, die den Betriebsorganismus versteht und begleitet, die für biodynamische Ideale und Entwicklung einsteht sowie die Kommunikation mit Verbandsorganen und letztlich auch die Wirtschaftlichkeit unterstützt. Im Landesverband setzen wir auf eine nach innen starke biodynamische Gemeinschaft und fördern damit eine starke Demeter-Region Baden-Württemberg, die durch qualitätsorientierte Entwicklung lebendig nach außen auftritt.


Unsere Demeter-Erzeuger bleiben dabei die Landwirte, die durch das stetige Denken des gesellschaftlich Unmöglichen zeigen, was möglich sein könnte. Wir suchen beispielsweise gemeinsam mit unseren Betrieben nach neuen Arten der Betriebszertifizierung jenseits von sturer Kontrolle – durch kollegiale und gegenseitige Anerkennung. Wir denken das System der Milcherzeugung neu, indem wir die Kälber wieder als festen Bestandteil des Betriebsorganismus betrachten und so deren Vermarktung voranbringen. Und wir glauben, dass Ausbildung mehr als nur eine Anleitung nach Rezept sein sollte, sondern die Befähigung, selbst Wege für eine nachhaltige Landbewirtschaftung zu entwickeln.

Diese und weitere Einblicke, wie ganz nach Hesse aus Unmöglichem Mögliches werden kann, lesen Sie hier in unserem Jahresbericht 2019. Ihnen und Euch wünsche ich viel Freude beim Entdecken unserer Aktivitäten von 2019!

Ihr Tim Kiesler