Im Rahmen von "Wir versorgen unser Land" und der Ökoaktionswochen

Im Rahmen von "Wir versorgen unser Land" und der Ökoaktionswochen

Minister Hauck besucht den Heinrichhof

Im Rahmen des neu etablierten Veranstaltungsformats "Ökoaktionswochen" besuchte Peter Hauk MdL, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, gemeinsam mit Vertretern der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau e.V. (AÖL) den Demeter-Betrieb der Familie Heinrich in Obrigheim.

Bereits seit 1986 bewirtschaftet Familie Heinrich ihren Hof in Obrigheim ökologisch. Von ihrer biodynamischen Wirtschaftsweise nach Demeter-Richtlinien überzeugte sich Minister Hauk mit Vertretern der AÖL beim gemeinsamen Betriebsbesuch. Beim Rundgang über den Hof erklärt Betriebsinhaberin Maria Perktold-Heinrich: „Der achtsame Umgang mit unseren Ressourcen gehört für uns ganz selbstverständlich zu unserer Arbeit. Dabei schenken uns unsere Kühe den wertvollen Mist, mit dem wir unsere Felder und Wiesen düngen. Der Mist sorgt für eine hohe Bodenfruchtbarkeit, die beste Lebensmittel für den Menschen hervorbringt. So wird unser Hof zu einem einzigartigen Organismus, in dem jedes Organ das andere braucht: Mensch, Pflanze, Tier und Boden wirken zusammen.“

Neben der Produktion von gesunden Bio-Lebensmitteln, ist es Familie Heinrich wichtig, möglichst vielen Menschen die ökologische Landwirtschaft näher zu bringen. So öffnen sie regelmäßig ihre Hoftore und bieten beispielsweise Kurse für Schulklassen an, bei denen die Kinder aktiv und mit allen Sinnen ihre Arbeit, ihre Tiere und das Leben auf einem Bio-Hof erleben können. Der Heinrichhof zieht seine Jungpflanzen selbst auf, vermarktet Demeter-Gemüse direkt und bietet pädagogische Angebote an. Besucher können sich vor Ort von der wesensgemäßen Tierhaltung überzeugen.

Dazu Perktold-Heinrich: „Die Kinder tauchen bei unseren Kursen intensiv in das Hofgeschehen ein und sammeln neue Erfahrungen – es ist toll, dass während der Öko-Aktionswochen viele Verbraucherinnen und Verbraucherinnen im ganzen Ländle diese Erfahrung machen können.

„Baden-Württemberg ist Bio und Bio ist erlebbar! Durch Mitmachaktionen, Workshops und Führungen erhalten Verbraucherinnen und Verbraucher vor Ort auf Biobetrieben einen spannenden und interessanten Einblick in die ökologische Land- und Ernährungswirtschaft. Die Öko-Aktionswochen bündeln diese Veranstaltungen. Sie machen die Menschen auf den ökologischen Landbau in unserer Heimat aufmerksam und werben mit ihren vielfältigen Aktionen für Bio aus Baden-Württemberg“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL.

AÖL-Vorstand Marcus Arzt ergänzt: „Mit dem Beschluss des Biodiversitätsstärkungsgesetzes hat sich das Land vor wenigen Wochen zur Ausweitung des ökologischen Landbaus auf 30 bis 40 Prozent bis 2030 verpflichtet. Wir freuen uns sehr, dass uns die Landesregierung im Rahmen der Aktionswochen ökologischer Landbau auf diesem Weg tatkräftig unterstützt – und der Minister heute die Öko-Aktionswochen besucht, die ein wichtiges Schaufenster unserer Branche sind."

Was macht die Arbeit von Bio-Landwirtinnen und Landwirten aus und Bio-Lebensmittel besonders? Welche Rolle spielt der Ökolandbau beim Klimaschutz, in Sachen Biodiversität und in der Zukunft? Antworten auf diese Fragen bekommen Verbraucherinnen und Verbraucher im Rahmen der Öko-Aktionswochen noch bis Ende November 2020. Bei zahlreichen Veranstaltungen, wie themenspezifischen Hofführungen, Verköstigungen oder Online-Events lernen sie die regionale und biologische Lebensmittel- und Landwirtschaft näher kennen.

Zu den Aktionswochen ökologischer Landbau:
Die Aktionswochen ökologischer Landbau des Landes Baden-Württemberg finden seit Mitte September noch bis Ende November 2020 statt. Mit themenspezifischen Hofführungen, kleineren Veranstaltungen mit Verköstigung unter freiem Himmel oder Online-Events, wie beispielsweise virtuellen Kochkursen oder Weinseminaren, lernen VerbraucherInnen den Ökolandbau in den einzelnen Regionen kennen.

Eine Übersicht der Veranstaltungen finden Sie hier.

Organisiert werden die Öko-Aktionswochen Baden-Württemberg von der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau (AÖL) Baden-Württemberg e.V. mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg.

Zur AÖL: Die AÖL ist die gemeinsame Vertretung der ökologischen Anbauverbände in Baden-Württemberg. In dieser Funktion gestaltet die AÖL aktiv die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen im Land mit. Als Bindeglied zwischen Politik, Markt und Verbraucher befördert sie die Belange der Ökologischen Land- und Ernährungswirtschaft durch ein aktives Tun. Gemeinsam mit staatlichen Einrichtungen und anderen berufsständigen Organisationen arbeitet sie die gesellschaftlich erwünschten Stärken von ökologisch erzeugten und verarbeiteten Produkten – im Besonderen von heimischer Öko-Verbandsware – im Interesse des Verbrauchers als Konsument wie als Steuerzahler heraus.