Dritte Generation am Start

40 Jahre Demeter-Hof Bogenschütz

Foto: Vinzent Weinbeer

Auf dem Hof Bogenschütz verbinden sich seit mehr als 40 Jahren Erde und Himmel. Foto: Vinzent Weinbeer


Dass die Erzeugung von bekömmlichem Demeter-Getreide, die Haltung von Heumilch-Kühen und der Verkauf von Bruderhähnen und Demeter-Eiern auf Hof Bogenschütz heutzutage so möglich ist, verdankt die jetzige Bauern-Generation Max Bogenschütz, der im Jahr 1981 seine Eltern, die einen Hof führten, überzeugte, auf die biodynamische Landwirtschaft umzustellen. Damals war er Grund-und Hauptschullehrer, es war also ein klassischer Quereinstieg. Als Ältester von sechs Kindern war für ihn das Studium vorgesehen, doch im Herzen blieb er Bauer. Beseelt von der Idee, eine für Mensch und Natur gute Bio-Landwirtschaft zu betreiben, brachte er die Familie zur Demeter-Landwirtschaft und stellte damit entscheidende Weichen. Seine Frau, Elisabeth Bogenschütz, stammte aus einer Bäckersfamilie. Sie war Erzieherin und hatte den Lehrer geheiratet. Aber mit der Umstellung auf die Demeter-Anbauweise floss dann auch ihr ganzes Potential in die Bio-Landwirtschaft.

Gelebte Überzeugung begeistert Besucher:innen und Kund:innen

Heute leben, um den arbeitsintensiven Alltag zu bewältigen, 16 Menschen auf dem Bauernhof. Dazu kommen regelmäßig Feriengäste. Der Hof ist ein Mehrgenerationenbetrieb, der vielfältiger kaum sein könnte. Seit ein paar Jahren gibt es auch reittherapeutische Angebote. Und die Bauern hier wollen Vorbild und Inspiration sein für Kund:innen, Gäste und Besucher:innen.

Vielfältige Talente aus allen Wissensbereichen

Bis auf Benedikt Bogenschütz, der auch immer Bauer werden wollte und Landwirtschaftsmeister ist, haben alle Hofnachfolger:innen eine Zeitlang woanders gelebt, um mit Freude wieder zurückzukehren in die ländliche Oase. Simon ist Milchtechnologe, also Käser, und Katharina ist Jugend-und Heimerzieherin, sie liebt es auf den Wochenmärkten mit Verbraucher:innen ins Gespräch zu kommen. Außerdem bietet sie heilpädagogisches Reiten an und lässt dabei die Inner Wise-Methode einfließen.

Bogenschütz Demeter-Produkte nähren auf allen Ebenen

Dass alles in der Landwirtschaft in Kreisläufen geschieht, ist für Praktiker selbstverständlich. Dass alle Produkte aus dem eigenen Hofkreislauf stammen oder von anderen Demeter-Betrieben, die mit den gleichen Prinzipien handeln, ist Demeter-spezifisch. Auf Hof Bogenschütz sorgen Kühe mit Hörnern für den Mist, den der Dinkel auf dem Acker benötigt. Hier entsteht lebendiges Korn, dass nach dem Entspelzen noch keimfähig ist. Die Bäckerei Schmid ist seit Beginn Teil des Bogenschütz-Netzwerks. Gemahlen wird dort in einer sogenannten Zentrofan-Mühle, sodass im vollen Korn alle Nährstoffe  erhalten bleiben.

Brot, Eier und mehr im Hofladen und auf dem Markt

An den Markttagen in Donaueschingen, Freitag 6.30 Uhr -12.30 Uhr und Schwenningen 6.30 Uhr -12.30 Uhr gibt es Fleisch von Geflügel, Rind, Kalb und Schwein, vielfältige Demeter-Brote, Eier und Frischkäse, Joghurt und Quark.

Der Hofladen ist immer Do, Fr, Sa geöffnet (14-18 Uhr)

Kerstin Bogenschütz kümmert sich um die Kund:innen im Hofladen, hier gibt es die hofeigenen Produkte wie auch  Gemüse vom Hof Blumeninsel oder Demeter-Käse von der Käserei Heggelbach.

Für Feriengäste gibt es 24 Stunden Selbstbedienung. Wer hier erholsame Tage verbracht hat, schwärmt  übrigens immer von der warmherzigen familiären Atmosphäre und den selbstgebackenen frischen Brötchen.

Darüber hinaus gibt es einen Onlineshop mit Original Schwarzwälder Wurst- und Schinkenspezialitäten.