Biodynamisch – das ist Demeter-Anbau

Biodynamisch – das ist Demeter-Anbau

Herzlich Willkommen bei Demeter Baden-Württemberg

Demeter steht für Produkte der Biologisch-Dynamischen Wirtschaftsweise. Diese älteste ökologische Form der Landbewirtschaftung geht auf Impulse von Rudolf Steiner zurück, der Anfang des 20. Jahrhunderts auch Waldorfpädagogik und anthroposophische Heilweise initiierte.

Die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise ist mehr als das Weglassen von chemisch-synthetischen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln sowie künstlichen Zusatzstoffen in der Weiterverarbeitung .

Durch selbst hergestellte, feinstofflich wirkende Präparate aus Mist, Heilpflanzen und Mineralien wird die Bodenfruchtbarkeit in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft nachhaltig gefördert und das charakteristische Aroma der Lebensmittel voll entwickelt. Biodynamisch gilt als die nachhaltigste Form der Landbewirtschaftung. Sie sorgt dafür, dass die Humusschicht kontinuierlich wächst. Das beweisen unabhängige Forschungsarbeiten (DOK-Versuch).Als internationale Bio-Marke ist Demeter auf allen Kontinenten vertreten. Von Argentinien bis Ungarn wird in rund 50 Ländern von etwa 4.500 Bauern mit rund 142.000 Hektar Fläche nach den konsequenten Demeter-Richtlinien anerkannt biologisch-dynamisch gewirtschaftet.

Über 90 Jahre biodynamisch

2014 feierte die Demeter-Gemeinschaft Jubiläum: 90 Jahre biodynamischRudolf Steiners Impuls von 1924 zum Gedeihen der Landwirtschaft fiel auf fruchtbaren Boden. Seitdem arbeitet eine starke Demeter-Gemeinschaft daran, dass eine gesunde Erde das trägt, wovon der Mensch leben kann. Heute und in Zukunft. Mit allen Kräften.

1924 ist das Geburtsdatum der Biodynamischen Wirtschaftsweise, denn in diesem Jahr hielt Rudolf Steiner auf Gut Koberwitz bei Breslau seine acht Vorträge zum Gedeihen der Landwirtschaft. Eine Gruppe Bauern, die sich von der Anthroposophie inspiriert fühlt, hatte den visionären Vordenker dazu gedrängt. Sie erhoffte sich von Steiner konkrete Hilfestellungen für eine zukunftsfähige Agrarwirtschaft. Die Landwirte waren besorgt, weil die Qualität der Lebensmittel, die Fruchtbarkeit der Böden und die Gesundheit von Pflanzen und Tiere spürbar nachgelassen hatten. Diese zehn Tage sind auch die Geburtsstunde des modernen, ökologischen Landbaus.

Mehr Biologisch-dynamisches und über die konsequenten Demeter-Richtlinien erfahren Sie auf den Seiten des Bundesverbandes: demeter.de


Baden-Württemberg – Demeter seit über 50 Jahren

In Baden-Württemberg gibt es derzeit 514 anerkannte Betriebe. 343 landwirtschaftliche Betriebe, 58 Gartenbaubetriebe, 15 Imkereien und 55 Obst-und Weinbaubetriebe bewirtschaften insgesamt eine Fläche von 19.000 Hektar.

Die Geschäftsstelle von Demeter Baden-Württemberg in Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart und viele Mitgliedsbetriebe sorgen für vielfältige biologisch-dynamische Aktivitäten und Angebote im Ländle. Im Demeter-Gartenrundbrief und bei den regelmäßigen Treffen der Demeter Gartengruppen sowie im Demeter-Stadtgarten erfahren Neulinge, Hobbygärtner, Bio-Fans und Interessierte mehr über das biologisch-dynamische Gärtnern.  Bei Hoffesten, Jahresfeiern, Tagungs- und Seminarveranstaltungen sowie bei  Messen, Mitmach-Aktionen, Genießer- und Kochevents, können Alt und Jung Demeter-Landwirtschaft hautnah und mit allen Sinnen erleben. 

Landwirte, Gärtner, Obstbauer, Winzer und Imker, die sich in Baden-Württemberg dem Demeter-Verband anschließen, profitieren von einem starken Netzwerk und einem umfassenden Service: Vom Ökologischen Beratungsdienst in Sachen Erzeugung und Verarbeitung über Unterstützung in Vermarktungsangelegenheiten sowie im Forschungs- und Versuchswesen. Ebenso leistet der Verband Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und vertritt die politischen Interessen der Mitglieder im Land.

Lesen Sie mehr in der Sonderausgabe des Demeter-Journals 2010 50 Jahre Demeter in Baden-Württemberg


Demeter-Pioniere in Baden-Württemberg

Schon in den ersten Jahren nach dem Landwirtschaftlichen Kurs von Rudolf Steiner (1924) entwickelte sich die biologisch-dynamische Arbeit in Baden-Württemberg. Seit 1929 wird auf dem Talhof in Heidenheim (www.talhof-hdh.de) dank dem Industriellen Hanns Voith biologisch–dynamisch gewirtschaftet. Der Talhof ist damit der drittälteste Demeter-Betrieb der Welt. 1932 folgte das Hofgut Rengoldshausen in Überlingen (www.rengo.de). Auch der Garten der Heilmittelfirma WELEDA wurde in Schwäbisch Gmünd aufgebaut und eine Auskunftsstelle in Stuttgart eingerichtet.

Demeter Pioniere

Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es einen Neuanfang der bundesweiten biodynamsichen Wirtschaftweise von Stuttgart aus. Dr. Hans und Elvira Heinze bauten dort die Geschäftsstelle des Forschungsrings auf. Jetzt galt es auf Reisen durch das Land die Mitarbeiter und Höfe aufzusuchen, welche die Demeter-Idee weiter verfolgt hatten oder nach 1945 wieder aufnehmen wollten. Fast in jedem größeren Ort gab es einen homöopathischen Verein, so dass die Menschen dem Kräftewirken kleinster Mengen offen waren. Durch Kurse und Vorträge an der Bauernschule Hohenlohe in Weckelweiler bei Kirchberg/Jagst wurde die biodynamische Wirtschaftsweise weiter verbreitet. 1959 schrieb Krafft von Heynitz den ersten biologisch-dynamischen Gartenrundbrief für baden-württembergische Gartengruppen-Mitglieder. Den weiteren Aufbau im Land organisierten Bauernhelfer. 

Schauen Sie hierzu das Video „Bio-Pioniere erzählen – sechs Leben für die Zukunft“:


 

Von 1998 bis Mai 2016 leitete der Diplom-Agraringenieur (FH) Johannes Ell-Schnurr die Geschäfte der Demeter-Landesarbeitsgemeinschaft Baden-Württemberg, der größten Demeter-Landesorganisation. Seit Juni 2016 ist Christian Wüst Geschäftsführer von Demeter Baden-Württemberg. Heute arbeiten insgesamt neun Mitarbeiter/innen und Honorarkräfte in der Geschäftsstelle und für Demeter Baden-Württemberg.

 

Entdecken Sie bei uns und unseren Partnern die Vielfalt bei Demeter. Erfahren Sie mehr über biodynamische Leckereien, ehrliches Genusshandwerk und pure Lebensfreude.

Ich wünsche Ihnen einen anregenden Aufenthalt auf unserer Website.

Ihr Christian Wüst